
Eine weitere wichtige Pflegemaßnahme ist der Schutz gegen
Wildverbiß. Hauptschädiger ist das
Rehwild. Kaum Schäden machen dagegen Hirsch und Gemse. Die Gemse auch dann nicht, wenn sie in Rudeln mit fünfzig und mehr Stück auftritt, was im Allgäu keine Seltenheit ist.
Wo es das Gelände zulässt, werden die Pflanzungen durch
1,80 m hohe Wildzäune geschützt. Wenn auf Grund des Geländes kein Wildzaun möglich ist, schützt man die Triebspitzen durch Aufsprühen von
Kalkmilch. Nach fünf bis sieben Jahren im Freiland sind die Pflanzungen erntereif. Die
Beerntung wird auf mehrere Jahre verteilt. Entstehende Lücken werden nachgepflanzt. Außerdem bleiben Samenbäume stehen, damit auch natürlicher Aufwuchs nachkommt. So bilden sich niemals Kahlschlagflächen. Das Haus
Dr. Theiss Naturwaren legt großen Wert auf ein
natürliches Waldbild.
In den Ruhezonen hinter den Wildschutzzäunen, im dichten Buschwerk der Latschenkiefern, finden viele fast ausgestorbene Tierarten, wie Feldhase, Kreuz- und Höllotter, aber auch Birk- und Auerhahn eine feste Heimat, in der sie über Jahre hinweg ungestört leben können.
< zurück weiter >