
Gegen Forstschädlinge, wie
Blattwespen und die
Raupen verschiedener Nachtfalterarten verzichtet man auf Chemie und fördert stattdessen die
natürlichen Feinde. Insbesondere Eulen und Fledermäuse, beides typische Nachtjäger, vertilgen gewaltige Mengen der saugenden und ebenfalls nachts fliegenden Schadinsekten. Diesen Vögeln bieten
Blitzbäume und alte
Holzschuppen ein ideales Zuhause. Daher bleiben alte Baumstümpfe in den Pflanzungen stehen und Hütten werden durch Einfluglöcher so hergerichtet, daß ihr Dachraum als Vogelunterschlupf geeignet ist.
Andere Schädlinge sind die
Rötel- und Schermäuse. Sie fressen das Wurzelwerk der jungen Bäume. Die natürlichen Feinde dieser Mäuse sind Steinmarder, Illtis, Kauz und Kreuzottern. Für sie sind Holz- und Reisigstapel ideale Wohnplätze.
All die indirekten Schutzmaßnahmen durch natürliche Feinde sind in den
Pflanzungen der
Allgäuer Latschenkiefer so weit perfektioniert, daß kaum noch Schäden auftreten. Damit wurde ein Gleichgewicht zwischen Schädling und Nützling erreicht, wie es in einem natürlichen Biotop vorherrscht.
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