
Nach dem Einschlag des Erntematerials beginnt die Gewinnung des Latschenkiefernöls durch Wasserdampfdestillation. Zu diesem Zweck zerkleinert man die Latschenäste mit einem Hammerwerk. Wesentlich dabei ist, daß die Zellen und Ölgänge der Nadeln gründlich aufgeschlossen werden.
Die zerkleinerten Zweige wandern in eine Destillierblase, die einige Kubikmeter Material faßt. Durch die Nadelmasse in der Destillierblase wird heißer Wasserdampf geleitet, der die Öltröpfchen verflüchtigt und mit sich fortträgt. Wird der Dampf, der aus der Destillierblase strömt, in einem Kühler wieder verflüssigt, so verflüssigt sich auch das vom Dampf mitgetragene ätherische Öl.
Es trennt sich in einem Scheidegefäß vom Wasser ab und schwimmt, weil es leichter als Wasser ist, auf diesem obenauf.
Die Allgäuer Latschenkiefer Destillationsanlage ist die größte ihrer Art in West-Europa. Gleichzeitig ist sie aber auch die modernste, denn sie ist nach neuesten material- und umwelttechnischen Erkenntnissen entwickelt und gebaut.
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